Zusammenfassung

In der Natur kommen Cyanverbindungen in einigen Pflanzensäften (Bittermandeln, Kirschlorbeerblätter) als Nitrilglukoside vor. Bei technischen Prozessen treten Cyanverbindungen bisweilen als Nebenprodukte auf, z. B. im Eisenhochofen, besonders aber bei der trocknen Destillation der Steinkohle (Kokerei, Leuchtgasfabrikation). Die in den Destillationsgasen vorhandenen Cyanverbindungen werden durch Waschen mit Ferrosulfatlösung oder durch Eisenhydroxyd-Gasreinigungsmasse entfernt. Die Gasreinigungsmasse war längere Zeit das Ausgangsmaterial für die Gewinnung der verschiedenen Cyansalze. Auch aus Schlempegasen werden heute noch Cyanverbindungen gewonnen, wenn auch wesentlich weniger als früher.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur über Cyanverbindungen

  1. Bertelsmann: Technologie der CyanVerbindungen. 1906.Google Scholar
  2. Köhler: Industrie der Cyanverbindungen. 1914.Google Scholar
  3. Muhlert: Industrie der Ammoniak- und Cyanverbindungen. 1915.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1939

Authors and Affiliations

  • Bernhard Neumann
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule BreslauDeutschland

Personalised recommendations