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Zentrale nervöse Erkrankungen

  • Franz Nagelschmidt

Zusammenfassung

Wir kommen nunmehr zur Besprechung der zentralen Zirkulationserkrankungen. Die Arteriosklerose des Gehirns kann unter sorgfältiger Würdigung des Gesamtzustandes des Patienten wohl in den meisten Fällen mit großer Sicherheit diagnostiziert werden. Der bekannte Symptomenkomplex des Kopfdruckes, der Erschwerung der Konzentrationsmöglichkeit, Vergeßlichkeit, Schwindel, Benommen-heit, Schlaflosigkeit, Stimmungsveränderungen, ev. Sprachstörung im Zusammenhang mit sonstigen zu entdeckenden arteriosklerotischen Veränderungen, vorgeschrittenem Alter der Patienten, Lues in der Anamnese usw. genügen zumeist zur Stellung der Diagnose. Meist zeigt die Untersuchung des Blutdruckes eine dauernde Erhöhung desselben, und wir müssen uns auch hier der früher betonten Regel erinnern, die Ursache dieses hohen Blutdruckes zu eruieren. Wir können zunächst rein synrptoniatisch die Arteriosklerose des Gehirns der Hoch-frequenzbehandlung unterwerfen, indem wir den Kopf des Patienten im Innern des Kopf solenoids (Abb. 30) einschließen. Sitzungen von 10–20 Minuten Dauer und 5–10 Ampere Stromstärke jeden 2. Tag genügen für leichtere Fälle. Aber darnit allein wird zumeist nur ein palliativer Erfolg erzielt, und ich habe es mir daher zur Regel gemaclit, stets derartige Patienten, die meist schon zur Zeit der Behandhmg, immer aber früher oder später auch Zeichen anders lokalisierter Arteriosklerose aufweisen, in bezug auf ihr gesamtes Zirkulationssystem in Behandlung zu nehmen.

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Copyright information

© Dr. Nagelschmidt in Berlin 1926

Authors and Affiliations

  • Franz Nagelschmidt
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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