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Die Chlorose, Bleichsucht

  • O. Naegeli

Zusammenfassung

Ist ebenfalls eine ausgesprochen vererbbare und dabei geschlechtsgebundene Veranderung. Schon die älteren Ärzte wußten, daß die Vererbung in gewissen Familien charakteristisch ist. Die Neigung zu Blutarmut ist dabei keineswegs das Einzige, vielleicht nicht einmal das Wichtigste. Ich habe mich bemüht, den konstitutionellen Typus der Chlorotischen1 festzulegen. Es handelt sich um Mädchen von kräftigem, vielfach virilem Knochenbau, mit breiter tiefer Brust, mit einem Längenwachstum, das erheblich über den Durchschnitt hinausgeht, mit starker Neigung zu Fettansatz bei ausgesproehener Pigmentarmut. Daher ist die Brusthaut alabasterfarben und sehr stark empfindlich gegen Sonnenbestrahlung. Die Sonne maeht die Haut entzündet und rot, bräunt sie aber nieht stark, und eine leiehte Pigmentation geht in kurzer Zeit wiederum zurück. Eine Beziehung zu der Entwicklung der weiblichen Keimdrüse ist von alters her als sicher angenommen worden, und namentlieh Von Noorden hat den Satz geprägt, daß jede Theorie über die Chlorose seheitert, die nieht die weibüche Keimdrüse in den Mittelpunkt der Pathogenese stelle.

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© Julius Springer in Berlin 1934

Authors and Affiliations

  • O. Naegeli
    • 1
  1. 1.Universitätsklinik ZürichSchweiz

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