Edelguss pp 62-67 | Cite as

Über den Kruppschen Sternguß

  • P. Kleiber

Zusammenfassung

Ganz zweifellos ist die Aufstellung des Gußeisendiagramms durch Maurer2 bahnbrechend für die Herstellung von Qualitätsgußeisen gewesen. Diesem Diagramm liegt die Erkenntnis zugrunde, daß Kohlenstoff und Silizium die Elemente sind, die das Gefüge und damit die Eigenschaften des Gußeisens am einschneidendsten beeinflussen. Nach Art des Guilletschen Diagramms sind in ihm die beim Gußeisen auftretenden Gefügeelemente Ledeburit, Perlit und Perlit-Ferrit mit ihren Übergängen als Felder in Abhängigkeit vom Kohlenstoff und Siliziumgehalt eingetragen. Gewiß ist die Lage der einzelnen Felder auch noch von der Abkühlungsgeschwindigkeit oder, was beim Guß in nicht vorgewärmte Formen dasselbe ist, von der Wandstärke abhängig. Maurer selbst und auch Jungbluth1 und Klingenstein2 machen darauf aufmerksam. Beschränkt man sich aber bei der Herstellung hochwertigen Gußeisens auf niedrigen Kohlenstoffgehalt, so bekommt man ein Material, das in seiner Gefügeausbildung weitgehend von der Wandstärke unabhängig ist. Im Maurerschen Gußeisendiagramm kommt das durch die starke Verbreitung des Perlitfeldes bei niedrigem Kohlenstoffgehalt zum Ausdruck. Es lag deshalb nahe, gerade diesen Weg bei der Herstellung hochwertigen Gußeisens zu beschreiten, insbesondere da Wüst und Bardenheuer3 bei ihren Untersuchungen zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, wenn sie für hochwertigen Guß folgende Analyse vorschreiben: C 2,5 bis 3,1%, Si 1,2 bis 2,2%, Mn 0,7 bis 1,2%, P 0,3% und dabei ein perlitisches Gefüge feststellen.

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© Verlag von Julius Springer 1929

Authors and Affiliations

  • P. Kleiber

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