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Die Tuberkulose der weiblichen Geschlechtsteile

  • Hans Meyer-Rüegg

Zusammenfassung

Die Tuberkulose der weiblichen Genitalien (Fig. 147) ist keine ganz seltene Erkrankung; man findet sie in etwa 2% aller weiblichen Leichen. Berücksichtigt man nur die an Tuberkulose überhaupt verstorbenen Frauen, so stellt sich die Zahl der Genitaltuberkulosen auf 15–20%. — Im Kindes- und Greisenalter ist sie äußerst selten. Während beim Manne infolge inniger Beziehungen zwischen Genital- und Harnorganen Tuberkulose beider Systeme die Regel bildet, ist bei der Frau ein Zusammentreffen beider Erkrankungen eine Ausnahme. — Die Tuben warden bei weitem am häufigsten befallen; dann folgen Corpus uteri, Ovarien, Vagina, Cervix uteri, Vulva. Von allen chronischen Adnexerkrankungen sind durchschnittlich 6% tuberkulöser Natur. Die Angaben darüber schwanken; die Genauigkeit, mit welcher das zu Gebote stehende Material makroskopisch und mikroskopisch untersucht wird und die Häufigkeit der Tuberkulose überhaupt in einer Gegend beeinflussen die Häufigkeit. Dann wird in einer Großstadt mit ihrem großen Kontingent an gonorrhoischen Erkrankungen der Adnexe der Prozentsatz ein kleinerer sein als auf dem Lande.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Hans Meyer-Rüegg
    • 1
  1. 1.Geburtshilfe und GynäkologieUniversität ZürichSchweiz

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