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Zusammenfassung

Durch Gerben zubereitete tierische Haut nennt man Leder. Im frischen Zustande ist die tierische Haut wegen ihres Gehaltes an leimgebenden Substanzen sehr zur Fäulnis geneigt und wird durch sie in kurzer Zeit zerstört. Da zur Fäulnis vor allem Feuchtigkeit erforderlich ist, verliert die Haut diese Eigenschaft durch Trocknen. Vollständiges Austrocknen würde daher ausreichen, die Tierhaut haltbar zu machen; aber diese eine Eigenschaft genügt zu ihrer Verwendung als Leder nicht. Sie muß neben der Haltbarkeit einen bestimmten Grad von Geschmeidigkeit und Biegsamkeit besitzen, und gerade diese verliert sie beim Trocknen. Die getrocknete Haut ist hart und brüchig und daher für die meisten Zwecke nicht anwendbar, zu denen man Leder schon seit alten Zeiten verwendet. Man behandelt daher die nassen Häute mit verschiedenen Stoffen, den Gerbstoffen, welche sie in eine dauerhafte, mehr oder weniger weiche und geschmeidige Substanz verwandeln, die man Leder nennt.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1920

Authors and Affiliations

  • Karl Meyer
    • 1
  1. 1.Vereinigten MaschinenbauschulenKölnDeutschland

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