Statistik der Gesellschaftserträgnisse vor und nach dem Kriege

  • Otto von Mering

Zusammenfassung

Wenn wir eine Statistik der Erträgnisse deutscher Aktiengesellschaften geben wollen, so müssen wir uns zunächst über die Bedeutung des Wortes „Erträgnisse“ klar werden. Ewald Moll hat in seiner sehr gründlichen Abhandlung über „Die Rentabilität der Aktiengesellschaften“1) den Begriff des Einkommens der Aktiengesellschaften als Unterlage für eine Rentabilitätsstatistik festzustellen gesucht. Moll verlangt2) bei Feststellung des Einkommens zunächst die Nichtberücksichtigung der Gewinn- und Verlustvorträge aus den Vorjahren, ferner die Weglassung der durch Sanierung, Kapitalserhöhungen usw. entstandenen Buchgewinne, den Abzug der Tantiemen an Vorstandsmitglieder und Prokuristen, sowie den Abzug von ordentlichen — nicht aber außerordentlichen — Zuweisungen an Wohlfahrtsfonds, während die Aufsichtsratstantiemen vom Einkommen nicht abgezogen werden sollen. Erneuerungsfonds sollen genau — eventuell unter Zuhilfenahme von Rückfragen an die Gesellschaften — daraufhin geprüft werden, ob es sich um „Abschreibungen auf der Passivseite“ handelt, die natürlich nicht berücksichtigt werden dürfen, oder um eigentliche Rückstellungen. Nur die ordentlichen, nicht die außerordentlichen Abschreibungen sind nach Moll vom Reingewinn zu kürzen; dagegen sollen Zufallsgewinne und Zufallsverluste bei Feststellung des Gewinnes bzw. Verlustes auf jeden Fall mit berücksichtigt werden.

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© Julius Springer, Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Otto von Mering
    • 1
  1. 1.HandelshochschuleBerlinDeutschland

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