Die forstliche Statik nach ihrem Verhältnis zu den nationalen Aufgaben der politischen Ökonomie

  • H. Martin

Zusammenfassung

Alle wirtschaftlichen Theorien kommen in Kulturländern unter dem Einfluß bestimmter Richtungen der Wirtschaftspolitik zur Verwirklichung. Sie stehen mit dieser in Wechselwirkung: Die Wirtschaftspolitik wird einerseits durch die Theorie, welche für richtig gehalten wird, wesentlich bestimmt; sie übt andererseits auf die Folgerungen der Theorie, soweit sie subjektiver Natur sind, Einfluß aus. Dies gilt auch für die forstliche Statik und das ihr zugrunde liegende ökonomische Prinzip. Die Bodenreinertragslehre ist in bezug auf ihr Verhalten zur nationalen Wohlfahrt einer herben, abfälligen Kritik unterzogen worden. Manche Nationalökonomen, unter denen hier nur Helferich und Schäffle — und manche Forstwirte, unter denen Borggreve und Ney genannt sein mögen, haben die Bodenreinertragslehre zur nationalen Wirtschaftspolitik in Gegensatz gestellt. Der umgestaltende Einfluß, den der jetzige Weltkrieg auf alle wirtschaftlichen Verhältnisse ausübt, wird erneut Veranlassung geben, das Wirtschaftsleben in nationalem Sinne zu regeln und die wirtschaftlichen Theorien nach dieser Richtung zu prüfen. Um dies in bezug auf die forstliche Statik tun zu können, sind einmal die allgemeinen Grundgedanken der nationalen Wirtschaftspolitik und sodann ihre Anwendung in der Forstwirtschaft zu beleuchten.

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© Julius Springer in Berlin 1918

Authors and Affiliations

  • H. Martin
    • 1
  1. 1.Forstakademie TharandtDeutschland

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