Syndikatswirtschaft

  • Oswig Lüttig

Zusammenfassung

Die Bindung der Kohlenwirtschaft kam von seiten der Kohlenerzeuger. Die Kohlenerzeuger litten, wie oben erwähnt, bei schwacher Nachfrage unter Überangebot an Kohle und Unterbieten im Preise. Sie strebten daher die Beseitigung des, wie sie sagten, „ungesunden“ Wettbewerbs auf dem Kohlenmarkte an. Ein Mittel, diesem Ziele näher zu kommen, schien ein Vertrag der Kohlenerzeuger, nicht mehr einzeln anzubieten, sondern für alle durch einen anbieten zu lassen. Denn der eine unterbietet sich nicht selbst und bietet auch nicht zu seinem eigenen Schaden mehr an, als der Markt aufnehmen kann. Also banden sich die Kohlenerzeuger der einzelnen Reviere durch Vertrag, je nur durch eine gemeinsam zu gründende Gesellschaft (das Syndikat) anbieten und verkaufen zu lassen. Der älteste dieser Verträge ist der rheinisch-westfälische Kohlensyndikatsvertrag. Er wurde im Jahre 1893 geschlossen.

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© Julius Springer in Berlin 1937

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  • Oswig Lüttig

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