Zusammenfassung

Im Gegensatz zu den Vitaminen sind die Hormone biologisch hochaktive Substanzen, die der Körper in besonderen Organen, den Drüsen mit innerer Sekretion, bildet und in die Blutbahn abgibt. Nach neueren Erkenntnissen muß diese ältere Vorstellung dahin erweitert werden, daß auch ein Übertritt von Hormonen in den Liquor in Betracht zu ziehen ist, wodurch diese Hormone in direkte Beziehung zu Gebieten des Zentralnervensystems treten. Ein solcher Mechanismus konnte für einige Hypophysenhormone nachgewiesen werden. Die biologische Bedeutung der Hormone ergibt sich aus der Tatsache, daß sowohl Ausfall als auch Steigerung einer Hormonproduktion zu schweren Krankheitserscheinungen führen. Theoretisch wäre weiterhin denkbar, daß eine endokrine Drüse krankhafterweise ein Produkt bilden könnte, welches in seinem chemischen Aufbau nicht dem normalen Hormon entspräche. Derartige Dysfunktionen sind vielfach vermutet worden, jedoch fehlen uns noch die konkreten Unterlagen für die Annahme eines derartigen krankhaften Verhaltens. So muß sieh die Klinik zunächst darauf beschränken, hormonale Störungen unter dem Gesichtswinkel einer vermehrten oder verminderten Bildung der einzelnen Hormone zu betrachten. Wir sind uns bewußt, daß eine solche Betrachtung, die nichts weiter im Auge hat, als das Hormonorgan und das gebildete Quantum seines spezifischen Zellproduktes, einseitig erscheinen muß. Uns fehlt aber die Möglichkeit, unsere Betrachtungen weiter auszudehnen.

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Copyright information

© Springer Verlag ohg. in Berlin 1934

Authors and Affiliations

  • Hans Lucke
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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