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Zusammenfassung

Wie sehr in der seitherigen Wirtschaftsverfassung egoistische Erwägungen das einzelne Unternehmen zum Beitritt in das Kartell bestimmen, und wie das Zusammenarbeiten während der Dauer des Kartellvertrages notwendigerweise von ständigen Ausbrüchen dieses Unternehmensegoismus bedroht ist, das zeigt sehr deutlich die Rolle, die das Revisionswesen1 in der Kartellwirtschaft spielt. Der organisationstechnische Ausbau von Kontrolle und Revision im Kartellwesen des letzten halben Jahrhunderts beweist, daß entgegen dem glatten Wortlaut von Kartellsatzungen und -abreden, auf die sich die Beurteilung kartellpolitischer Probleme meist zu ausschließlich stützt, die Kartelleitung einen zähen Kampf nicht nur gegen zwei Fronten: die Kunden des zu manipulierenden Marktes und die Außenseiter, sondern gegen eine dritte Front, nämlich die Mitglieder selbst, zu führen hat. Steht somit wie in der Praxis so auch in den folgenden Untersuchungen die Revision, die das Kartellorgan gegenüber den Mitgliedsfirmen selbst durchführt, im Vordergrund des Interesses, so soll doch zur Abrundung des Bildes auch sonst ersichlich gemacht werden, an welchen anderen Stellen und mit welchen besonderen Aufgaben das Revisionswesen im Gesamtgebiet der Kartellwirtschaft erforderlich geworden ist und Betätigungsmöglichkeiten gefunden hat.

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© Verlag von Julius Springer 1937

Authors and Affiliations

  • Martin Lohmann

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