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Hypnose und Schlaf

  • L. Loewenfeld

Zusammenfassung

Noch Ende vorigen Jahrhunderts machten sich in den Auffassungen der Autoren vom Wesen der Hypnose zwei Hauptgegensätze geltend. Die einen — die weitaus kleinere Gruppe der Forscher — erachteten die Hypnose als einen pathologischen Zustand, eine künstlich erzeugte Hysterie; dies gilt insbesondere von der Schule der Salpêtrière, deren Ansicht auch in Deutschland manche Anhänger fand. Die andere weitaus größere Gruppe erklärte die Hypnose als einen zwar artifiziell hervorgerufenen, aber doch physiologischen Zustand. Heutzutage bedarf es keiner langen Auseinandersetzung mehr, um zu zeigen, daß die erst erwähnte Auffassung irrtümlich ist. Gegen dieselbe spricht schon die Tatsache, daß die Hypnotisierbarkeit sich nicht auf hysterische oder zur Hysterie Disponierte beschränkt, sondern eine allgemeine jedem geistig gesunden Menschen zukommende seelische Eigenschaft bildet, ferner der Umstand, daß sich der natürliche Schlaf in Hypnose überführen läßt, und diese in natürlichen Schlaf übergeht, wenn man den Hypnotisierten sich selbst überläßt und Störungen von ihm fernhält.

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Copyright information

© J. F. Bergmann, München und Wiesbaden 1922

Authors and Affiliations

  • L. Loewenfeld
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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