Membrangleichgewicht und Peptisation

  • Jacques Loeb

Zusammenfassung

Unter Peptisation versteht man die Verminderung der Aggregatgröße; sie ist daher das Gegenteil der Flockung oder der Koagulation. Die Verkleinerung der Teilchengröße kann auf verschiedene Weise zustande kommen. Bei der Pepsinwirkung auf gekochtes Eiereiweiß handelt es sich um einen hydrolytischen Vorgang, durch welchen die unlösliche Verbindung in kleinere Reaktionsprodukte mit echter Löslichkeit übergeführt wird. Manchmal kann eine Vermehrung der Löslichkeit mit der Ionisation zusammenhängen, wenn z. B. die Löslichkeitsgrenze der Gelatine im isoelektrischen Punkt überschritten und eine opake Suspension entstanden ist, so kann die Lösung sich aufhellen, sobald die Löslichkeit durch Zugabe eines Salzes gesteigert wird. Diese Erscheinung ist bei den Salzen mit mehrwertigen Ionen besonders ausgesprochen. Wir wollen uns jetzt mit einem Sonderfall der Peptisation beschäftigen, wobei diese durch ein Membrangleichgewicht zwischen dem Teilchen und der umgebenden Lösung herbeigeführt wird. Dies ist der Fall bei der Peptisation von ursprünglich isoelektrischen unlöslichen Caseinkörnchen unter dem Einfluß von Säuren.

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Literatur

  1. 1).
    Loeb, J. und R. F. Loeb: Journ. of gen. physiol. Bd. 4, S. 187. 1921/22.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1924

Authors and Affiliations

  • Jacques Loeb
    • 1
  1. 1.Rockefeller Instituts für Medizinische Forschung New YorkUSA

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