Advertisement

Ägypten, Nordafrika, der Orient

  • Edmund O. von Lippmann

Zusammenfassung

Da die Rübe nach verschiedenen Autoren an den Mittelmeerküsten Nordafrikas, insbesondere auch Ägyptens, wild wächst4), so wäre es an sich nicht ausgeschlossen, daß sie schon die alten Ägypter frühzeitig in Kultur genommen hätten, aber an bestimmten Beweisen hierfür fehlt es durchaus. Zwar zeigt nach Woenig5) ein Tempelgemälde zu Beni-Hassan aus der Zeit der 12. Dynastie, die von 2000–1788 regierte6), einen Gärtner mit einer Pflanze, die man für eine Rübe erklärt hat, ob diese Deutung aber zutrifft und ob gerade eine Beta dargestellt sein soll, ist nach Unger, Rosellini und Pickering mehr als fragwürdig; Buschan7) hält allerdings diese Zweifel für unberechtigt, aber Woenig selbst, Joret8) und Warburg9) schließen sich ihnen an, der Anblick der von Woenig wiedergegebenen Abbildung wirkt alles eher wie überzeugend, und endlich weiß auch Loret in seiner „Flore pharaonique“10) im Abschnitte über die Chenopodiaceen keine die Beta betreffende Angabe beizubringen. Die oft wiederholte Behauptung11), Herodot erwähne unter den Speisen, die die Arbeiter beim Bau der Pyramiden, also um etwa 2700 v. Chr., in ungeheuren Massen genossen, auch die Rübe12), ist unrichtig, es ist bei ihm nicht von Rüben die Rede, sondern von Rettichen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Verlag von Julius Springer in Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • Edmund O. von Lippmann
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule Zu DresdenDeutschland

Personalised recommendations