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Die Bedeutung des Nasenfilters für die Entstehung von Staubkrankheiten

  • Gunther Lehmann

Zusammenfassung

Die im folgenden zu beschreibenden Untersuchungen (Lehmann, 2, 3) wurden ausgeführt, um zu prüfen, ob das sehr verschiedene Staubbindungsvermögen der Nase einen dispositionellen Faktor für die Entstehung der Silicose bildet. Der sicherste Weg zur Entscheidung dieser Frage würde zweifellos darin bestehen, daß man eine Gruppe von jungen Arbeitern, die im Begriffe stehen, die Tätigkeit in einem Staubbetrieb aufzunehmen, in bezug auf die Staubbindungsfähigkeit ihrer Nasen untersucht und nunmehr verfolgt, ob sich bei den Arbeitern mit Nasen von schlechter Staubbindungsfähigkeit eher Krankheitserscheinungen zeigen als bei solchen mit besseren Nasen. Es ist bekannt, daß die Staublungenerkrankung sich sehr verschieden schnell entwickelt. Während manche Arbeiter schon nach 3 oder 5 Jahren die ersten Anzeichen einer beginnenden Silicose aufweisen, beginnt unter den gleichen Bedingungen bei vielen anderen Arbeitern erst nach 8, 10 oder 12 Jahren eine Veränderung in den Lungen. Wollte man den oben erwähnten Versuch ausführen, so würde man demnach mindestens 10 Jahre warten müssen, bis man entscheiden kann, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen an Silicose und dem Staubbindungsvermögen der Nase besteht.

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© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Gunther Lehmann

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