Radiumwirkung auf Karzinome und Sarkome

  • V. Czerny
  • A. Caan

Zusammenfassung

Wenn wir von einer Radiumwirkung auf Karzinome und Sarkome sprechen, so denken wir dabei in erster Linie an die inoperablen Tumoren, d. h. an diejenigen, welche nicht auf blutigem Wege entfernt werden können. Die Literatur weist jedoch auch eine Reihe von Fällen auf, bei denen operable Tumoren mit radioaktiven Substanzen mehr oder minder erfolgreich in Angriff genommen wurden. Bahnbrechend sind hier die französischen Radiotherapeuten Wickham und Degrais gewesen. Aber auch sie haben den Wert des Radiums richtig einzuschätzen gewußt, indem sie betonen, daß das Radium nur begrenzte und zugängliche Neubildungen, nicht aber die Metastasierung beeinflußt1). Ist die Geschwulst bereits verallgemeinert, so kann das Radium nur die ursprüngliche Neubildung verkleinern, Blutung und Absonderung einschränken und den Schmerz vermindern. Ist ein Krebs begrenzt und zugänglich, aber inoperabel, so kann Radium ihn ausnahmsweise und bestenfalls operabel machen. Je weniger zugänglich die Geschwulst wird, um so geringer wird die Radiumwirkung sein. Gewisse Gewebe, wie die Schleimhaut des Mundes, sind besonders ungeeignet für die Radiumbehandlung. Hautkrebse, die begrenzt und oberflächlich sind, werden durch Radium ebensogut geheilt wie durch das Messer und durch Röntgenstrahlen.

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Copyright information

© J. F. Bergmann 1913

Authors and Affiliations

  • V. Czerny
    • 1
  • A. Caan
    • 1
  1. 1.SamariterhauseHeidelbergDeutschland

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