Zusammenfassung

Die Entwicklung des Turbinenbaues erforderte in neuester Zeit die Anwendung noch höherer Zapfengeschwindigkeiten, als sie im Jahre 1903 gelegentlich des Baues des AEG-Schnellbahnwagens1) festgestellt wurden. Für die Schleuderproben von Dynamorotoren kommen heute Zapfengeschwindigkeiten in den Lauflagern bis zu rund etwa 60 m/sek bei spezifischen Flächendrücken bis etwa 9 kg/cm2 zur Anwendung. Obschon diese hohe Zapfengeschwindigkeit „nur“ für die kurze Dauer der Schleuderprobe in Frage kommt, so fordert sie doch volle Beachtung, da ein Versagen der Lager oder der Lagerschmierung wegen der Unmöglichkeit, die umlaufenden gewaltigen Massen rasch abzubremsen, den ganzen Rotor völlig unverwendbar machen könnte.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1925

Authors and Affiliations

  • O. Lasche
  • W. Kieser
    • 1
  1. 1.AEG-TurbinenfabrikDeutschland

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