Pflege des Säuglings

  • Leo Langstein

Zusammenfassung

Aufgabe der Pflege des Säuglings ist es, ihn vor allen Schädigungen zu bewahren. Sie musz sich mit einer genauen Beobachtung verbinden, um die Gefahren, die ihn bedrohen, sofort zu erkennen. Pflegen kann nur diejenige Persönlichkeit, welche mit genauen Kenntnissen von dem, was dem Säugling nottut und was ihm schadet, die Liebe zum Kinde verbindet, die wahre Mutter und die mütterlich empfindende Pflegerin. Verschieden sind die Anforderungen, die an die Pflege des Kindes in der Familie gestellt werden, von denen, die die Anstaltspflege des Säuglings erfordert. Beide müssen gelernt sein. Diejenige Persönlichkeit, die instinktiv über das größere Verständnis für die Lebensäußerungen des Säuglings verfügt, die von Natur aus mit guter Beobachtungsgabe begabt ist, wird unter der Voraussetzung grenzenloser Hingabe mehr leisten, als derjenige, die in dieser Beziehung von der Natur aus stiefmütterlich behandelt wurde. Aber keine Mutter rede sich ein, dasz ihr Instinkt genüge, um zu pflegen, keine Pflegerin glaube, dasz sie schon, weil sie Frau ist, die Säuglingspflege beherrscht. Zur Pflege gehören Kenntnisse, und wir wollen neben der instinktmäszig sich abspielenden Pflege nicht gering schätzen diejenige, die auf dem Boden der Vernunft und besonderer Regeln aufgebaut ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Leo Langstein
    • 1
    • 2
  1. 1.KinderheilkundeUniversität BerlinDeutschland
  2. 2.Kaiserin Auguste Victoria-HausesReichsanstalt zur Bekämpfung der Säuglings- und KleinkindersterblichkeitDeutschland

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