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Zusammenfassung

Der Stoff der Welt ist körnig gebaut. Damit soll gesagt sein, daß wir der Materie dieselbe Art des Aufbaus zuschreiben, die wir beim Anblick des nächtlichen Himmels bemerken: zahllose einzelne Teile, die voneinander durch verhältnismäßig große Zwischenräume getrennt sind. Die Teilchen irgendeines Stoffes, die voneinander getrennt und in beständiger Bewegung begriffen sind, nennt man Moleküle. Ihr wirkliches Vorhandensein kann heute als sicher gelten. Diese Moleküle bestehen aus jenen Grundstoffen, die den Körper überhaupt aufbauen. Die Moleküle sind also wieder zusammengesetzte Bausteine. Die Bestandteile der Moleküle werden durch chemische Vorgänge aus ihrem Zusammenhang gelockert und in neue Verbände gezwungen. Dies ist das Wesen chemischer Erscheinungen. Die in den Molekülen enthaltenen elementaren Teile nennt man Atome. Man stellt sich vor, daß dieselben durch die chemischen Prozesse nicht weiter zerlegt werden. Daher ihr Name, der „unteilbar“ bedeutet. Natürlich ist die Annahme, irgendetwas sei schlechthin unteilbar, logisch ein Unsinn. Daß wir auch heute noch hier und da dieser Auffassung begegnen, zeigt nur, wie wenig philosophisches Denken in den Lehrbüchern steckt.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Rudolf Lämmel
    • 1
  1. 1.Zürich-MeilenSwitzerland

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