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Die Wirtschaftlichkeitsberechnung

  • Herbert Kyser

Zusammenfassung

Ist das gesamte Projekt einer Anlage — sei es Neuanlage oder Erweiterung eines Kraftwerkes, Beschaffung neuer Betrriebseinrichtungen, Bau einer neuen Leitungsstrecke, Neuanschluß von Abnehmern, Änderungen in der Betriebsmittelzuführung zum Kraftwerke, kurz Aufwendung irgendeines größeren Kapitals für die technischen Einrichtungen eines Unternehmens — entworfen und in den Kosten zusammengestellt, so ist die Schlußarbeit die Aufstellung der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Aus dieser soll klar hervorgehen, welchen wirtschaftlichen Wert die Anlage im Rahmen des Gesamtunternehmens hat, ob ein bisheriger technischer Zustand mit entsprechendem Gewinn zu ändern empfehlenswert ist, bzw. ob z. B. ein neu zu errichtendes Werk oder Teile einer bestehenden Anlage mit Einnahmen rechnen können, die neben der Deckung der Betriebsausgaben auch eine Verzinsung, Tilgung, Abschreibung und Rücklagen für Erneuerungen zu erzielen gestatten. Aus der Wirtschaftlichkeitsberechnung z. B. für ein Kraftwerk soll ferner hervorgehen, welche Selbsterzeugungskosten entstehen und mit welchen Preisen für die nutzbar abgegebene kWh gerechnet werden kann. Dabei spielt es letzten Endes keine Rolle, ob es sich um eine Eigenanlage oder ein öffentliches Werk handelt, denn beide müssen bei guter Betriebsleitung wirtschaftlich arbeiten.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Herbert Kyser

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