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Induktionszähler für Einphasenstrom

  • W. v. Krukowski

Zusammenfassung

Zur Messung des Verbrauches in Wechselstromanlagen kommen in erster Linie Wattstundenzähler in Betracht. In besonderen Fällen werden einige Spezialgeräte verwendet, die wir im vierten Teil kennenlernen werden. Als Wattstundenzähler sind auch bei Wechselstrom die dynamometrischen Zähler, deren Wirkungsweise als Gleichstromzähler wir eingehend kennengelernt haben, verwendbar. Die dynamometrischen Meßgeräte sind, entsprechende Ausbildung vorausgesetzt, sowohl für Gleich-, wie für Wechselstrom brauchbar. Die dynamometrischen Volt-, Ampere- und Wattmeter werden sogar fast nur für Wechselstrom-Messungen verwendet; Gleichstrom kommt bei diesen Geräten meist nur bei ihrer Eichung in Betracht. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei das Wattmeter. Ähnlich liegen die Verhältnisse beim dynamometrischen Wattstundenzähler, der ja gewissermaßen ein Wattmeter mit umlaufender Spule ist; bei ihm ist wie beim Wattmeter das Drehmoment in jedem Moment proportional dem Augenblickswert der Leistung. Das mittlere Drehmoment, welches infolge der Trägheit des Ankers allein für die Drehzahl bestimmend ist, entspricht der mittleren Leistung, kurz Leistung. Demnach entspricht auch die Drehzahl dieser Leistung und die gesamte Umdrehungszahl während einer gewissen Zeit, also auch die Angaben des Zählwerkes, dem Verbrauch in Wh oder kWh. Vorausgesetzt ist dabei, daß, wie bei einem Wattmeter, der Strom im Spannungskreis in Phase mit der angelegten Spannung ist, d. h. der Spannungskreis induktionsfrei ist. Diese Bedingung wird genügend genau erfüllt, wenn die Vorwiderstände bifilar gewickelt sind. Ferner soll nach Möglichkeit Eisen im Spannungskreis vermieden werden.

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© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • W. v. Krukowski

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