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Die Operationen an der Wirbelsäule und am Rückenmark

  • O. Kleinschmidt

Zusammenfassung

Die Verletzungen des Rückenmarks sind fast immer mit Wirberverletzungen verbunden, und zwar sind es meist stumpfe Verletzungen, die die Wirbelsäule in der Längsachse bei Sturz auf den Kopf oder bei Sturz auf das Gesäß treffen. Neben den Wirbelfrakturen ist die häufigste Ursache einer Rückenmarksverletzung die Luxation oder die Luxationsfraktur. Findet man für eine Wirbelverletzung keinerlei Anhaltspunkte an der Haut oder in Form von Wirbelverlagerung, so kann trotzdem das Rückenmark verletzt sein. Eine Fraktur kann ohne Difformität, eine Luxation wieder reponiert sein. Ehe man einen Verletzten, der einen Sturz auf das Gesäß oder auf den Kopf erlitten hat, auf eine Wirbelverletzung untersucht, soll man wenigstens auf evtl. Lähmungserscheinungen der Extremitäten untersuchen und die Reflexe prüfen. Kann der Kranke alle Extremitäten bewegen, wenn auch manchmal wegen der Schmerzen nur in geringem Ausmaß, und sind die Reflexe vorhanden, so liegt sicher eine schwere Rückenmarksverletzung nicht vor. Erst dann soll die Untersuchung der Wirbelsäule selbst vorgenommen werden. Aber auch die muß mit größter Vorsicht ausgeübt werden, da auch bei Luxationen und Frakturen der Wirbel die Störungen von Seiten des Rückenmarks vollkommen fehlen können, die dann aber bei unvorsichtig ausgeführten Bewegungen infolge von Verschiebungen plötzlich auftreten können. Die Rückenmarkserscheinungen nach Verletzungen sind fast immer schwer. Oft handelt es sich um Querschnittsläsion, deren Sitz dann meist aus den Symptomen einfach festzustellen ist. Die große Frage, die bis heute noch nicht zur Entscheidung kommen konnte, ist die der Anzeigestellung für einen chirurgischen Eingriff bei Vorhandensein von Rückenmarksverletzung nach Trauma.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • O. Kleinschmidt
    • 1
  1. 1.Chirurgischen AbteilungStädtischen KrankenhausesWiesbadenDeutschland

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