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Die Radioaktivität als selbstregistrierende Uhr

  • Gerhard Kirsch

Zusammenfassung

Die Berechnungen Lord Kelvins über den Abkühlungsvorgang bei einem Körper von der Größe der Erde stellen den ersten Versuch einer geologischen Zeitbestimmung dar, bei dem eine ziffernmäßige Behandlung des Problems möglich war. Um die vergangene Jahrhundertwende kamen hierzu weitere Versuche, die auf einer quantitativen Erfassung der Abtragungsvorgänge und der Sedimentbildung fußten. Allen diesen Methoden gemeinsam ist die Berechnung der Dauer eines Prozesses aus der bis heute angesammelten Menge einer bestimmten Art von Materie und der Ansammlungsgeschwindigkeit, indem der Quotient dieser beiden Größen gebildet wird. Einer der versuchten Wege bestand darin, die Zeitdauer der verschiedenen geologischen Epochen je aus der maximalen Mächtigkeit der Sedimentformationen zu erschließen, die in ihr gebildet wurden; die Summe aller dieser Werte würde die gesamte Zeitdauer der geologischen Geschichte repräsentieren oder „das Alter der Erde“, das, wie im Abschnitt II erwähnt, wahrscheinlich von der Dauer der geologischen Geschichte nicht viel verschieden sein dürfte. Unter Annahme einer durchschnittlichen Bildungsgeschwindigkeit der Sedimente von 4 Zoll pro Jahrhundert erhielt W. J. Sollas 100 M. J., von 3 Zoll pro Jahrhundert höchstens gegen 150 M. J. für das Alter der Erde.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • Gerhard Kirsch
    • 1
  1. 1.II. Physikalisches InstitutUniversität WienÖsterreich

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