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Zusammenfassung

Es ist darüber geklagt worden, dass bisweilen die schwierigsten Aufgaben ärztlichen Erkennens und Handelns so leicht genommen würden. Irgend ein empirisch gewonnenes Verfahren tauche plötzlich auf, aus unscheinbaren Anfängen und ohne ersichtlichen Zusammenhang, es wachse an Wert, habe eine Reihe vielversprechender Erkenntnisse im Gefolge und begründe sogar neue Wissenszweige. Aber die alten Fragen blieben ungelöst, die schon seit Menschengedenken einer Lösung harrten. Umfang und Ziele der wissenschaftlichen Arbeit würden nicht durch die Grösse eines Problems bestimmt, sondern oft genug durch rein äussere Umstände: eine Methode, einen Grundsatz, den man mit Gleichmäßigkeit verfechte und den man zu den vorhandenen Bestrebungen in mannigfache Verbindung setze. Darin liege eine grosse Gefahr. Die Kräfte würden zersplittert an lose flottierenden Einzeltatsachen, die Ernüchterung sei unausbleiblich, weil der Zusammenhang im ganzen fehle. Zuletzt aber müsse man sich eingestehen, es sei alles beim alten geblieben.

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Notes

  1. 1).
    Siehe z. B. Pagel, Gesch. d. Med. Bd. I S. 31, Berlin 1898.Google Scholar

Copyright information

© J. F. Bergmann in München 1927

Authors and Affiliations

  • Berthold Kihn
    • 1
  1. 1.Nervenklinik der Universität ErlangenDeutschland

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