Die verschiedenen Gerbverfahren

  • Josef Jettmar

Zusammenfassung

Durch Gerbung wird, wie bekannt, die Haut in Leder überführt. Man wendet hierzu gerbende Stoffe an, als welche vor kurzem nur einige wenige bekannt waren, wogegen in der letzten Zeit die mannigfaltigsten Metalle, Elemente und Verbindungen als gerbend erkannt wurden. Obwohl nun von den letzteren bei der Ledererzeugung nur eine kleine Anzahl davon tatsächlich zur Gerbung verwendet wird, ist es dennoch nicht ausgeschlossen, daß manche Gerbung mit einem oder dem anderen von den übrigen gerbenden Stoffen zu speziellen Zwecken zur Verwendung oder sogar zu einer großen Bedeutung gelangen dürfte. Jeder von den gerbenden Stoffen erteilt nämlich dem damit ausgegerbten Leder besondere Eigenschaften, die es von dem anders gegerbten unterscheiden, ähnlich wie dies auch bei den vegetabilischen Gerbstoffen der Fall ist. Der Lohgerber weiß ganz gut, wie z. B. Sumach, Eichenlohe, Quebracho, Mimosa, ja die sämtlichen vegetabilischen Gerbstoffe, ein der Farbe, Weichhheit und Schnitt nach voneinander abweichendes Leder liefern, so daß man die einfachen Gerbungen ziemlich unschwer unterscheiden kann.

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© Julius Springer in Berlin 1914

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  • Josef Jettmar

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