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Zusammenfassung

Auf allen Gebieten chirurgischer Tätigkeit ist der Erfolg zu größtem Teile abhängig von der Sauberkeit des Operateurs und dies gilt nicht zuletzt von den urologischen Untersuchungen. Bis in das Nierenbecken hinauf werden die Untersuchungsinstrumente eingeführt und auf diesem ganzen Wege treten sie allenthalben in Berührung mit einer zum Teil außerordentlich zarten, läsiblen Schleimhaut. Über die Resorptions-fähigkeit dieser Schleimhäute gegenüber der bakteriellen Infektion gehen, solange sich jene in gesundem Zustande befinden, die Auffassungen noch auseinander. Es ist fraglos technisch fast unmöglich, z.B. eine Ureterensonde absolut aseptisch bis zu ihrem Bestimmungsorte ein-zuführen und ebenso ist es unmöglich bei ihrer Einführung kleinste Läsionen der Blasen- und Uretermucosa zu vermeiden. Und trotzdem sieht man durch diese Untersuchungen veranlaßte Infektionen der Organe doch kaum jemals auftreten, wenn man mit möglichster Sauberkeit zu arbeiten sich bemüht hat. Das hat seinen Grund darin, daß der Körper in seiner Harnabsonderung über ein sehr wichtiges Säuberungs-mittel verfügt, welches rein mechanisch die bei der Untersuchung ein-gedrungenen Infektionskeime ausspült, solange die Schleimhäute nicht durch entzündliche Prozesse alteriert sind oder eine Behinderung des freien Abflusses besteht.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Peter Janssen
    • 1
  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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