Ausnützung von Luft- und Wasserströmungen

  • Werner Jacobs
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 36)

Zusammenfassung

Mancher kennt sicher das silbernschimmernde Band, das an sonnigen Spätsommernachmittagen sonnenwärts die Ackerfläche überzieht, entstanden aus dem Widerschein des Sonnenlichtes an unzähligen Spinnwebsfäden. Auch die Luft durchziehen im leichten Wind lange weiße Spinnwebflocken: Altweibersommer. Fängt man eine Flocke, so kann man daran wohl eine kleine Spinne entdecken, deren Luftfahrt man unterbrochen hat. Unzählige Jungspinnen lassen sich so in ihrem eigenen Gespinst vom Wind durch die Luft führen. Die Fahrt aber beginnt so (Abb. i): Die Spinne erklettert einen Halm bis zum höchsten Punkt, streckt das Hinterleibsende, an dem die Öffnungen der Spinndrüsen liegen, soweit es geht, in die Luft und läßt die Spinnseide austreten. Der Wind faßt die immer größer werdende Seidenfahne; plötzlich aber läßt die Spinne los und fährt dahin, festgeklammert an dem selbstverfertigten Segel. Sie erobert sich einen neuen Lebensraum.

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© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Werner Jacobs
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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