Orientierung über die Elektronentheorie

  • Gustav Holzmüller

Zusammenfassung

Die Maxwellschen Theorien genügten für den Äther, aber weniger für die in ponderablen Körpern stattfindenden Vorgänge. Die neueren Physiker aber erkannten die Notwendigkeit, ähnlich wie Maxwell kleinste elektrische Teilchen anzunehmen und der Elektrizität damit gewissermaßen stoffliche Natur zuzusprechen. Diese kleinsten Teilchen wurden als Elektronen bezeichnet und ganz neuen Forschungen unterworfen, deren Resultate teilweise von den Maxwellschen Ansichten über die Erscheinungen in materiellen Körpern abwichen und zu überraschenden Anschauungen führten. Dabei trat man in den engsten Zusammenhang mit den Molekulartheorien der Physik, besonders der kinetischen Gastheorie, mit der chemischen Atomistik und den elektrolytischen Erscheinungen, besonders mit der Ionentheorie, auch mit der Lehre von den Gasionen. Dieser Zusammenhang ermöglichte eine vielfache Kontrolle der Resultate derart, daß die verschiedenen Lehren sich gegenseitig unterstützten. Schon Helm- holtz hatte im Jahre 1847 darauf hingewiesen, daß aus elektrolytischen Gründen ein elektrisches Elementarquantum unteilbarer Art angenommen werden müßte. Bald ergab sich die Notwendigkeit, zwischen Strömen reiner Strahlung, die nur Energie fortzutragen hatten, wie z. B. die Strahlungen der elektromagnetischen Lichttheorie, und solchen, die auch Elektronen fortzutragen hatten, zu unterscheiden.

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© Verlag von Julius Springer Berlin 1906

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  • Gustav Holzmüller

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