Zusammenfassung

Die Kreislauforgane, Herz-und Gefässsystem, stehen in so unmittelbaren Wechselbeziehungen in ihrer Funktion, dass der Begriff Herzinsuffizienz, der die funktionelle Diagnostik lange beherrschte, nicht als zutreffender Ausdruck für die Kreislaufstörungen, die man darunter verstehen wollte, angesehen werden kann. Weiterhin wurde der Begriff Herzinsuffizienz meist dahin verstanden, dass man ein Herzmuskelinsuffizienz damit meinte. Und unter dem Herzmuskel wurde in erster Linie das Triebwerk der Muskulatur, der sich zusammenziehende kraftentwickelnde Teil des Herzmuskels verstanden. Seit der Entdeckung der spezifischen Muskulatur des Herzens und seit der Erkenntnis ihrer Bedeutung für den regelrechten Ablauf der Herztätigkeit lässt sich die Insuffizienz des Herzens nicht mehr auf die Herzmuskelinsuffizienz im dynamischen Sinne beschränken. Und seit es erkannt ist, dass trotz funktionell und anatomisch normaler Herzmuskulatur durch ein Versagen der Gefässtätigkeit Kreislaufschwäche entstehen kann, ist für die schweren Störungen, die man unter dem Begriff der Herzinsuffizienz früher zusammenfasste, diese Bezeichnung nicht mehr überall zutreffend. Deswegen lässt sich nur der Ausdruck „Kreislaufsinsuffizienz“ allen Einzelerscheinungen überordnen.

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Copyright information

© J. F. Bergmann 1920

Authors and Affiliations

  • Aug. Hoffmann
    • 1
  1. 1.der medizinischen KlinikDüsseldorfDeutschland

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