Die Behandlung der chronischen relativen Insuffizienz des Herzens

  • Aug. Hoffmann

Zusammenfassung

Wenn das Herz bei einer Mehrleistung, die über das Mass des gewohnheitsmässigen Alltäglichen hinausgeht, Zeichen von Insuffizienz erkennen lässt, die sich in Dyspnoe, grosser Pulsbeschleunigung, Nachlass der Urinsekretion, allgemeiner Schwäche, Sinken des Blutdrucks, Erweiterung der Herzkammern, kleinem, oft irregulärem Puls und Auftreten von Geräuschen äussern, so ist die drohende Erschöpfung der Reservekraft die Ursache. Ein solches Herz arbeitet in der Ruhe oder auch bei gewöhnlichen Ansprüchen des täglichen Lebens bereits mit fast der ganzen verfügbaren Kraft, und sobald irgend eine körperliche, aber auch psychische Mehrleistung das Herz beansprucht, so versagt es leicht. Gewöhnlich tritt dieser Zustand erst bei länger bestehenden anatomischen Erkrankungen des Herzens ein, so bei Herzfehlern, bei Myokarditis, beim Fettherzen und den sonstigen zu Insuffizienz führenden Erkrankungen. Es warnen dann leicht auftretende Kurzatmigkeit, unangenehmes Gefühl in der Herzgegend, Druck in der Lebergegend, hartnäckige Bronchitiden und sonstige für den Kranken wahrnehmbare Symptome, vor einer weiteren Beanspruchung der Herzkraft. Selten ist eine anatomische Erkrankung des Herzens selbst nicht nachweisbar, doch fehlt auch dann gewöhnlich nicht Hypertrophie und Dilatation aus peripheren Ursachen. In solchen Fällen entsteht die wichtige und nicht immer leichte Aufgabe, die gefährdete nachlassende Kompensation zu erhalten, durch Vermehrung der Reservekraft einer absoluten Insuffizienz vorzubeugen.

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© J. F. Bergmann 1920

Authors and Affiliations

  • Aug. Hoffmann
    • 1
  1. 1.der medizinischen KlinikDüsseldorfDeutschland

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