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Der Einphasen-Asynchronmotor

  • K. Hoerner

Zusammenfassung

Wird bei einem Drehstrommotor während des Laufes eine Zuleitung unterbrochen, so läuft er ohne merkliche Veränderung weiter; die Störung wird sich zunächst nur durch höhere Stromaufnahme, ferner ein geringeres Kippmoment äußern. Aus dem Stillstand läuft der Motor jedoch mit zwei Zuleitungen nicht an; dreht man ihn aber in der einen oder andern Richtung kräftig an, so beschleunigt er sich bei schwachem Lastmoment bis zur Nenndrehzahl. Wie erklärt sich dieses Verhalten ? Nach Unterbrechung einer Zuleitung kann nur noch einphasiger Strom durch die beiden anderen Zuleitungen fließen; ist der Motor in Stern geschaltet, so ist ein Strang stromlos, die anderen beiden liegen in Reihe an der Netzspannung, bei Dreieckschaltung liegt ein Strang allein, die anderen beiden in Reihe zueinander an den beiden Zuleitungen. Um nun eine einfache, wenn auch nicht erschöpfende Erläuterung des oben erwähnten Verhaltens zu finden, stellen wir uns vor, daß der Ständer des Motors nur eine Spule besitzt, der Läufer bestehe aus zwei kurzgeschlossenen Spulen A und E, die senkrecht zueinander mit der Welle verbunden sind (Abb. 327). Das Wechselfeld des Ständerstromes durchsetzt dann die Spule A und ruft in ihr wie bei einem Transformator durch Induktion der Ruhe einen Strom J A hervor, whrend Spule E in der gezeichneten Lage nicht induziert ist. Drehen wir den Läufer durch eine äußere Kraft an, so schneidet die Spule E die Linien des Feldes.

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1928

Authors and Affiliations

  • K. Hoerner
    • 1
  1. 1.Köln-LindenthalDeutschland

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