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Messung des Stromes

  • K. Hoerner

Zusammenfassung

Da die Wirkungen des Stromes von seiner Stärke abhängen, können sie zur Messung der Stromstärke verwendet werden. Bei den hierfür gebauten Meßgeräten setzt sich einer durch den Strom hervorgerufenen Bewegung die Gegenkraft einer Feder oder eines Gewichtes derart entgegen, daß sie wie bei einer Federwage mit wachsendem Ausschlag größer wird. In einer je nach der Stärke des Stromes verschiedenen Lage des beweglichen Systems tritt Gleichgewicht ein, die Stellung eines Zeigers über einer Skala ist dann ein Maß für die in dem betreffenden Zeitpunkt durch das Meßgerät fließende Stromstärke. Ist die Skala nicht fest angebracht, sondern wird sie als Papierstreifen unter dem mit einer Schreibvorrichtung versehenen Zeiger fortlaufend bewegt, so wird der Verlauf der Meßgröße aufgezeichnet. Wir haben dann ein schreibendes Meßgerät. Um bei Änderung der Stromstärke ein längeres Hin- und Herpendeln des Zeigers zu verhindern, bringt man eine Dämpfung an, die entweder elektrisch (vgl. Abschnitt 28) oder durch Luftbewegung (siehe D in Abb. 21) wirkt. Die häufig für elektrische Meßgeräte gebrauchte Bezeichnung „aperiodisch“ bedeutet, daß der Zeiger die Gleichgewichtslage einnimmt, ohne lange zu pendeln oder zu kriechen.

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1928

Authors and Affiliations

  • K. Hoerner
    • 1
  1. 1.Köln-LindenthalDeutschland

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