Kühlzeit und Kältespeicherung

  • M. Hirsch

Zusammenfassung

Nur bei unendlich kleiner Stärke des zu kühlenden Körpers wäre der Verlauf der Abkühlung von der aufgewandten Kälteleistung allein abhängig. Diese würde unverzüglich auf das Kühlgut ühertragen. Infolge der tatsächlich vorhandenen endlichen Stärke des Kühlguts ist der in der Zeiteinheit mögliche Wärmeentzug begrenzt. Für eine bestimmte Kühlgutart ergibt sich eine kennzeichnende Abkühldauer. Sie ist abhängig von dem Betrag der zu entziehenden Wärmemenge, den Abmessungen, Formen und Körpereigenschaften des Kühlguts, der Temperatur des Kälteträgers und der Höhe des Wärmeübergangswiderstandes von der Kühlgutoberfläche an den Kälteträger. Hierbei ist vorausgesetzt, daß die Veränderung des Kälteträgers beim Wärmeaustausch vernachlässigt werden kann. Dies trifft z. B. zu, wenn Luft mit großer Geschwindigkeit über das Kühlgut streicht und gleichzeitig in verhältnismäßig großen Mengen umläuft. Der Einfluß des Kälteträgers ist alsdann durch Temperatur und Wärmeübergangswiderstand erschöpfend gekennzeichnet. Ist die Voraussetzung nicht erfüllt, so gewinnt die Temperaturleitfähigkeit des Kälteträgers Bedeutung für die Abkühldauer.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1932

Authors and Affiliations

  • M. Hirsch
    • 1
  1. 1.Frankfurt a. M.Deutschland

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