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Zusammenfassung

Zur Messung der Dicke von Geweben stehen gegenwärtig verschiedene Vorrichtungen in Verwendung (Mikrometerschrauben, Lehren, Taster usw.). Sicherlich entsprechen diese auch vollständig, wenn es sich um harte, d. h. wenig zusammendrückbare oder glatte Gewebe handelt. Ganz anders jedoch, wenn weiche oder elastische Stoffe vorliegen, bei denen die Messung mit Hilfe einer der genannten Vorrichtungen fast immer zu niedrige Werte liefert. Hieran ändern, wie die Erfahrung lehrt, auch die an manchen Meßeinrichtungen angebrachten Gefühlschrauben nicht viel. Dem gerügten Übelstand läßt sich leicht abhelfen, wenn man die Messung mikroskopisch ausführt. Diese wird so vorgenommen, daß das Gewebe auf die Kante gestellt und in dieser Lage in üblicher Weise mit dem Okularmikrometer ausgemessen wird. Um das Gewebe (etwa 1 qcm) rasch in die senkrechte Lage zu bringen und es in dieser während der Messung zu erhalten, ist es zweckmäßig, zwei auf einem Objektträger ruhende Klötzchen mit senkrechten Wänden (Stabilitklötzchen wie sie zum Aufkitten von Paraffinblöcken heute vielfach Verwendung finden oder die kleineren Steine eines: Ankerschen Steinbaukastens) zu benutzen und zwischen diese das zu prüfende Gewebe einzuschieben.

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • Alois Herzog
    • 1
    • 2
  1. 1.Biologischen Abteilung am DeutschenForschungsinstitut für TextilindustrieDeutschland
  2. 2.Sächs. Technischen Hochschule in DresdenDeutschland

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