Zusammenfassung

Mikroskopische Zeichnungen der Fasern sind nicht allein zur bildlichen Darstellung der Formverhältnisse, sondern auch zu Meßzwecken aller Art nötig. Gewöhnliche Freihandzeichnungen kommen praktisch kaum in Frage, da sie dem Ermessen des Einzelnen einen viel zu großen Spielraum lassen und daher zu ungenau sind, um etwa für Meßzwecke in Betracht zu kommen. Etwas besser sind schon die nach der Methode des „Doppeltsehens“ angefertigten Zeichnungen, obwohl auch sie an Genauigkeit noch viel zu wünschen übrig lassen; zudem ist ihre Herstellung wegen der unbedingt nötigen ruhigen Kopfhaltung sehr unangenehm und auf die Dauer sehr ermüdend. Auch scheinen nicht alle Personen befähigt zu sein, das mit dem rechten Auge gesehene Bild der Bleistiftspitze in das mit dem linken Auge betrachtete mikroskopische Präparat zu übertragen. Ungleich bessere Ergebnisse werden erzielt, wenn ein mikroskopischer Zeichenapparat zur Anwendung gelangt. Ohne auf die Beschreibung der zahlreichen im Handel vorkommenden Formen näher einzugehen, sei hier nur kurz bemerkt, daß nach den Erfahrungen des Verfassers die von Abbe angegebene Konstruktion am meisten zu empfehlen ist.

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • Alois Herzog
    • 1
    • 2
  1. 1.Biologischen Abteilung am DeutschenForschungsinstitut für TextilindustrieDeutschland
  2. 2.Sächs. Technischen Hochschule in DresdenDeutschland

Personalised recommendations