Zusammenfassung

Die eigentliche Aufgabe des Einkaufs ist die Beschaffung des Roh- und Hilfsmaterials. Der Begriff Rohmaterial wird hier natürlich im betriebswirtschaftlichen Sinne gebraucht, so daß z. B. Mehl für eine Mühle Fertigfabrikat, für eine Keksfabrik Rohmaterial ist. Die Abgrenzung des Rohmaterials gegen das Hilfsmaterial ist am einfachsten bei Betrieben möglich, die mit Zuschlagskalkulation arbeiten. In diesem Falle kann das Rohmaterial als Teil des Einzelmaterials angesehen werden. Es gehören dann zum Einzelmaterial auch noch vorrätige Norm- und Einzelteile eigener Fertigung. Das Rohmaterial kann aus Rohstoffen, Rohteilen, die zu bearbeiten sind, und Gegenständen, die ohne Bearbeitung verwandt werden, bestehen (z.B. entsprechend in einer Dampfkesselfabrik Kesselbleche, von auswärts bezogene Gußteile, die bearbeitet werden und fertige Armaturen). Das vom Einkauf zu beschaffende Material, das nicht Rohmaterial ist, ist alsdann Hilfsmaterial. Bei Betrieben mit Divisionskalkulation wird gewöhnlich so vorgegangen, daß gewisse besonders wichtige Materialien als Rohmaterial bezeichnet werden (z. B. in einer Brauerei Malz und Hopfen), alles übrige als Hilfsmaterial. Der praktische Grund der Unterscheidung von Roh- und Hilfsmaterial ist in beiden Fällen der, daß das Rohmaterial in der Lagerkontrolle, der Fertigungskontrolle und im Rechnungswesen einer genaueren Behandlung bedarf als das Hilfsmaterial.

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© Verlag von Julius Springer Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Wilhelm Hennig
    • 1
  1. 1.BetriebswirtschaftslehreTechnischen HochschuleHannoverDeutschland

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