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Paarbildung und Ehe

  • Oskar Heinroth
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 34)

Zusammenfassung

Bei allem, was mit dem Liebesleben zu tun hat, pflegt der Fernerstehende zu vermenschlichen und moralische Werturteile zu bilden. Wir wollen uns hier davon fernhalten und einmal rein sachlich einen Einblick zu tun versuchen in das, was alles bei der Paarbildung und bei der Ehigkeit, soweit diese besteht, möglich sein kann und für die einzelnen Formen arterhaltend ist. Da müssen wir zunächst bedenken, daß sich bei den meisten Vogelarten die zur Fortpflanzungszeit hin stark anschwellenden Keimdrüsen nachher so zurückbilden, daß sie kaum mehr auffindbar über den Nieren in der Bauchhöhle liegen, und je nach ihrer Schwellung oder Schrumpfung ändert sich meist die Stimmung des einzelnen Vogels ganz grundsätzlich, so daß viele unserer heimischen Vögel im Winter so gut wie geschlechtslos sind. Dann pflegt von irgendeiner Ehigkeit, d. h. vom Zusammenhalten eines im Frühling gepaarten Männchens und Weibchens, gar keine Rede mehr zu sein, denn für sie gibt es gewissermaßen überhaupt kein Geschlecht; sie können also auch nicht „untreu“ werden.

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© Julius Springer in Berlin 1938

Authors and Affiliations

  • Oskar Heinroth
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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