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Besondere Einrichtungen an der von Hand beschickten Planrostfeuerung

  • F. Haier

Zusammenfassung

Die bisherigen Erörterungen haben gezeigt, daß auf dem einfachen Planrost die Bauchentwicklung bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt werden kann, daß aber schon hierzu eine fortgesetzt sorgfältige Bedienung, sowie unter Umständen mehr Mühe, Geschicklichkeit und Verständnis von Seiten des Heizers erforderlich ist, als durchschnittlich im Dauerbetrieb von diesem erwartet werden darf. Um nun dem Heizer die Erfüllung seiner Aufgabe zu ermöglichen oder doch wenigstens zu erleichtern, sind eine ganze Reihe von Einrichtungen am Planrost getroffen worden, welche auf verschiedene, mehr oder weniger geeignete und erfolgreiche Art und Weise den Zweck verfolgen, eine Verbesserung des Verbrennungsvorganges herbeizuführen. Die dabei versuchten Bestrebungen zielen hauptsächlich darauf hin, Luftzufuhr und Luftbedarf einander anzupassen, übermäßige Luftzufuhr während der Beschickung und des Bearbeitens der Feuer möglichst fernzuhalten, oder aber die mit der überschüssigen Luftzufuhr verbundene zeitweilige Abkühlung des Verbrennungsraums durch Wärmezufuhr bzw. Wärmespeicher teilweise wieder auszugleichen, oder eine innige Mischung der Luft mit den Gasen zu fördern.

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Literatur

  1. 1).
    Siehe „Neuere Dampfkesselkonstruktionen und Dampfkesselfeuerungen mit Rücksicht auf Rauchverbrennung“; herausgegeben vom Verband deutscher Dampfkesselüberwachungsvereine, Berlin 1890, Blatt 49.Google Scholar
  2. 2).
    Eine Vorrichtung, welche die Beschickung auf ähnliche Art selbsttätig mittels Kraftbetriebs bewirkt, ist auf Seite 216 beschrieben.Google Scholar
  3. 1).
    Diese Zutaten (D. R. P. Nr. 98098) ließen eigentlich die Thost’sche Bauart der Cario-Feuerung unter II G und H einreihen, auch eine Anzahl weiterer mit ihr in Verbindung gebrachten Einrichtungen gehören dorthin: C. Haage, D. R. P. Nr. 41224, wandte eine durch Hemmwerk mit Windflügel selbsttätig regelbare Oberluftzufuhr an; der Brennstoff wird einem Planrost mit seitlich vertieft liegenden Schlackenrosten zugeführt. — Die D. R. P. Nr. 105828 und 110847 von H. & M. Dreßler, Nürnberg, stellen eine Cario — Feuerung dar mit Oberluftzufuhr an den Seiten des Rostes. — In gleicher Weise wird seitliche Oberluft zugeführt bei der Anordnung von Popp & Weisheit, Nürnberg, welche sich im übrigen auf die nachstehend erwähnte Bauart von Hochmuth stützt.Google Scholar
  4. 1).
    S. auch Zeitschrift für Dampfkessel- und Maschinenbetrieb 1903, S. 902 u. ff.: Abschlacken ohne Öffnen der Feuertür bei von Hand bedienten Feuerungen, von A. Dosch. Ferner 1904, S. 509 derselben Zeitschrift.Google Scholar
  5. 2).
    S. auch die interessante Abhandlung von John H. Mehrtens, Heizerfachkunde (ein Beitrag zur Rauchbelästigungsfrage). Zeitschrift für Dampfkessel- und Maschinenbetrieb 1907, S. 21 u. ff.Google Scholar
  6. 1).
    H. Paucksch, Landsberg a. W., K. & Th. Möller, Brackwede, Silier & Jamart, Barmen-Rittershausen, Ottenser Eisenwerk A.-G., Altona-Ottensen, usw.Google Scholar
  7. 1).
    Über solche Vorrichtungen siehe auch Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1893, S. 805, 1894, S. 621, sowie insbesondere 1903, S. 683.Google Scholar
  8. 2).
    Nach dem auf Seite 33 Gesagten kann durch Regelung des Zuges diese Anpassung nicht erreicht werden.Google Scholar
  9. 3).
    S. A. Dosch, Dinglers Polytechn. Journal 1902, S. 259.Google Scholar
  10. 1).
    Eine genaue Beschreibung dieser Vorrichtung findet sich in „Feuerungsuntersuchungen des Vereins für Feuerungsbetrieb und Rauchbekämpfung in Hamburg“, Berlin 1906.Google Scholar
  11. 2).
    S. auch Abschnitt II, G, S. 85.Google Scholar
  12. 1).
    Vergl. S. 32, Fig. 8, ferner auch S. 33.Google Scholar
  13. 2).
    S. Feuerungsuntersuchungen des Vereins für Feuerungsbetrieb und Rauchbekämpfung in Hamburg, Berlin 1906, S. 75–76, sowie S. 62 u. 67 Fußbemerkungen.Google Scholar
  14. 3).
    Vergl. Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1903, S. 683.Google Scholar
  15. 4).
    Bei den meisten Steinkohlensorten können z. B. in der gewöhnlichen Planrostinnenfeuerung zeitweilig Schwankungen von 50–100 kg pro Stunde und qm Rostfläche vorkommen, ohne daß sich die Verhältnisse besonders schwierig gestalten. S. auch S. 80 und 82.Google Scholar
  16. 1).
    S. S. 175.Google Scholar
  17. 1).
    S. C. Haage, Zeitschrift des Verbandes der preußischen Dampfkessel-Überwachungs-Vereine 1883, S. 135.Google Scholar
  18. 1).
    Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1882, S. 89.Google Scholar
  19. 2).
    C. Bach, Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1882, S. 89.Google Scholar
  20. 1).
    S. auch S. 31.Google Scholar
  21. 2).
    Dies gilt z. B. auch von einigen in Dinglers Polytechn. Journal 1902, S. 402 genannten Feuerungen, welche in Amerika ausgeführt werden sollen.Google Scholar
  22. 3).
    S. Zeitschrift des Verbandes der preußischen Dampfkessel-Überwachungs-Vereine 1883, S. 137.Google Scholar
  23. 2).
    Die auf S. 60 u. f. behandelten Zugregler haben neben den bereits dort erwähnten Übelständen im Vergleich zu den Feuerungen mit Teilung der Luftzufuhr noch den weiteren Nachteil, daß ihnen der starken Abdrosselung halber ein viel höherer Zug zur Verfügung stehen muß, bzw. daß der vorhandene Zug schlecht ausgenützt wird.Google Scholar
  24. 3).
    Vgl. S. 32 Fig. 8, sowie S. 33.Google Scholar
  25. 2).
    S. auch S. 146–148 (Treppen- und Schrägrost von Bader).Google Scholar
  26. 3).
    Vergl. S. 56, Fußbemerkung 1.Google Scholar
  27. 1).
    Vergl. auch S. 50 u. 67.Google Scholar
  28. 1).
    S. auch C. Bach, Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1882, S. 89.Google Scholar
  29. 3).
    S. auch Abschnitt IV.Google Scholar
  30. 1).
    Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1906, S. 1511.Google Scholar
  31. 3).
    Die Einrichtung wird auch für Treppen- und Schrägroste ausgeführt (s. Abschnitt IV). In diesem Falle ist eine dauernde Oberluftzufuhr vollkommen zweckdienlich, wenn der Brennstoff dem Rost ununterbrochen zugeht.Google Scholar
  32. 1).
    Feuerungsuntersuchungen des Vereins für Feuerungsbetrieb und Rauchbekämpfung in Hamburg. Berlin 1906.Google Scholar
  33. 1).
    Eine sehr einfache Anordnung für regelbare Luftzufuhr durch die Feuertür von K. Rüger, Zauckerode-Dresden, ist in der Zeitschrift für Dampfkessel- und Maschinenbetrieb 1904, S. 382 abgebildet; s. ferner S. 87–88.Google Scholar
  34. 1).
    Die Firma H. Kowitzke & Co. bringt seit einiger Zeit für Innenfeuerungen noch eine Anordnung für selbsttätige regelbare Oberluftzufuhr von vorn zur Ausführung, s. S. 87.Google Scholar
  35. 2).
    Weitere Versuche hatten erwiesen, daß und um wieviel in den verschiedenen Fällen die Ausnutzung zurückgeht, wenn man hinsichtlich der Rauchverminderung noch mehr erreichen will (s. Feuerungsuntersuchungen des Vereins für Feuerungsbetrieb und Eauchbekämpfung in Hamburg, S. 69–71).Google Scholar
  36. 1).
    Eine Oberluftzufuhr längsseits des Rostes ist ebenfalls gui wirksam s. S. 72 u. insbesondere 73. Es ist indessen für Innenfeuerungen bis jetzt eine geeignete derartige Einrichtung mit selbsttätiger Regelung nicht bekannt geworden; dieselbe dürfte auch konstruktive Schwierigkeiten bieten.Google Scholar
  37. 2).
    S. S. 78, Fußbemerkung 1. Auch die Firma J. A. Topf & Söhne hat inzwischen die Regelung mittels Uhrwerks in Erwägung gezogen.Google Scholar
  38. 1).
  39. 2).
    Zur Vervollständigung erschiene auch eine dauernde selbsttätige Aufzeichnung der Rauchentwicklung zweckdienlich (vergi. S. 6).Google Scholar
  40. 1).
    Bei den umseitig noch erwähnten Versuchen an Schiffskesseln wurde ein Verbrauch von 2,2 bis 2,5 vH des erzeugten Dampfes festgestellt,Google Scholar
  41. 2).
    Vergl. S 80.Google Scholar
  42. 3).
    Eine eingehende Beschreibung der Einrichtung findet sich in Dinglers Polytechnischem Journal 1902, S. 738.Google Scholar
  43. 1).
    S. auch S. 74.Google Scholar
  44. 2).
    Dieselbe Firma rüstet auch ihre Thost-Cario-Feuerung (S. 55) mit einem von Hand zu regulierenden Dampfstrahlgebläse aus, ohne daß jedoch ein großer Nutzen hiervon erwartet werden dürfte.Google Scholar
  45. 3).
    Eine Beschreibung der Einrichtung von Hollrieder sowie eine Zusammenstellung von Versuchsergebnissen, welche an einem damit ausgerüsteten Münchener Stufenrost (s. S. 144) erzielt wurden, finden sich in der Zeitschrift des Bayerischen Dampfkessel-Revisions-Vereins 1897 S. 80 u. f.Google Scholar
  46. 1).
    In diesem Fall kann sich auch die Anordnung von Saugzug (Anordnung eines Sauggebläses am Ende des Kessels bzw. im Fuchs) zweckdienlich erweisen.Google Scholar
  47. 2).
    Sehr verbreitet ist zu diesem Zweck die Unterwind-Feuerung von Howden („Howdens forced draught“ S. 113). Die Druckluftleitung durchdringt auf ihrem Weg vom Ventilator zum Rost den Schornsteinhals und ist innerhalb des letzteren als Rohrsystem ausgebildet. Häufig, insbesondere auf Kriegsschiffen verstärkt man den Luftzutritt durch den Rost in der Weise, daß bei offen gehaltenem Aschfall im ganzen (dicht verschlossenen) Heizraum ein Überdruck durch Einblasen von Luft erzeugt wird.Google Scholar
  48. 1).
    Der Verbrauch von Dampf-Gebläseanlagen ist bei Versuchen wiederholt zu 10 vH und mehr des erzeugten Dampfes festgestellt worden. (Vergi. S. 110.)Google Scholar
  49. 2).
    S. S. 111.Google Scholar
  50. 3).
    Auf Schiffen wird auch der ganze Heizraum unter Druck gesetzt (s. S. 105, Fußbemerkung 2).Google Scholar
  51. 1).
    Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1895 S. 1180.Google Scholar
  52. 2).
    Jahresbericht 1907 (S. 23) des Vereins für Feuerungsbetrieb und Rauchbekämpfung, Hamburg. Diese Anlage war ebenso wie vorstehend erwähnte Feuerung nicht von V. A. Kridlo, Prag-Bubna, geliefert. Beim ersten Versuch wurde die Feuerung von Angestellten des Lieferanten bedient.Google Scholar
  53. 2).
    Bei den Versuchen A und B wurde der Dampf für das Gebläse einem besonderen Kessel entnommen. Nach Abzug des zu 15,7 bzw. 14,6 vH ermittelten Verbrauchs betrug die Nutzwirkung der Anlage 52,8 bzw. 54,4 vH.Google Scholar
  54. 1).
    Andere von diesem Kessel vorliegende Versuchsergebnisse weisen bei etwas geringerer Belastung einen Restverlust von 13,4 bzw. 13,7 vH auf. Bei früheren Versuchen mit 15 kg Dampfleistung schwankte derselbe zwischen 10,4 und 12,6 vH.Google Scholar
  55. 3).
    Der Bayr. Revisionsverein hat 1905 Versuche mit dem Kudlicz — Schrägrost auf Unterwindgebläse (Ventilator) bei Verheizung oberbayrischer und böhmischer Grieskohlen angestellt, und mit dieser Feuerungsweise Dampfpreise erzielt, die sich mit den am Versuchsort sonst üblichen Kohlensortierungen im allgemeinen nicht erreichen lassen. Der festgestellte Kraftbedarf des Ventilators wird für größere Anlagen zu ½ % des mit ihm erzeugten Dampfes angegeben.Google Scholar
  56. 1).
    Eine weitere derartige Preßluft-Feuerung vom Ingenieur Döhlert, Köln a. Rh., ist in Dinglers Polytechnisches Journal 1902, S. 109, beschrieben.Google Scholar
  57. 1).
    Die günstigste Beanspruchung liegt für westfälische Gasflammkohle bei ca. 130 kg/st/qm Rostfläche; oft kommen auch Steigerungen auf 180 kg vor.Google Scholar
  58. 1) S. S. 36 und S. 131.Google Scholar

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© Verlag von Julius Springer Berlin 1910

Authors and Affiliations

  • F. Haier

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