Die Blüthe in Beziehung zu den Blüthenblattkreisen

  • Hermann Hager
Part of the Erster Unterricht des Pharmaceuten book series (EUP, volume 2)

Zusammenfassung

Die Blüthe ist nackt (flos nudus), wenn sie ohne Blüthenhülle ist, also nur die wesentlichen Theile einer Blüthe, die Staub- und Fruchtblätter, enthält. Sie ist apetal oder blumenblattlos (apetălus), wenn sie nur von einem Hüllblätterkreis (perigonĭum) eingeschlossen ist; zwitterig, monoclinisch oder einbettig (hermaphrodītus, monoclīnis, <Inline>1</Inline>), wenn sie Staub- und Fruchtblätter zugleich enthält; eingeschlechtig oder diclinisch (unisexuālis, diclīnis), wenn sie entweder nur Staubgefässe oder nur Pistille enthält. Die nur Staubgefässe, die männlichen Geschlechtsorgane, enthaltende Blüthe heisst eine männliche (mascŭlus; mas; ♂), und enthält sie nur ein oder mehrere Pistille, die weiblichen Geschlechtsorgane, so heisst sie eine weibliche (feminĕus; ♀). Findet man männliche und weibliche Blüthen auf demselben Pflanzenindividuum, so nennt man sie monöcisch oder einhäusig (flores monoeci s. monoĭci); sind jedoch auf dem einen Individuum nur männliche, auf einem anderen derselben Gattung nur weibliche Blüthen, so heissen diese diöcische oder zweihäusige (dioeci s. dioĭci); findet man aber neben monöcischen und diöcischen Blüthen auch noch Zwitterblüthen, so nennt man die Blüthen polygamische, vielehige (polygămi).

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1885

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  • Hermann Hager

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