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Zusammenfassung

Der Kokon ist, wie wir eingangs erfuhren, die Schutzhülle der Puppe, in welcher diese bis zum Ausschlüpfen lagert. Um sich von der Hülle freizumachen, spritzt der Falter seinen alkalischen Magensaft an die Wand, welche dadurch in ihrer Verbindung gelockert wird. Das Fadengewirr wird beiseite geschoben, bis ein kleines Loch entsteht, durch welches der junge Falter hinauskriecht. Durch dieses Beiseiteschieben der Fäden wird die regelmäßige Fadenlage durcheinander gebracht, und der Kokon eignet sich nicht mehr zum normalen Haspelprozeß. Um das Schlüpfen zu verhindern, tötet man die Puppen vorher ab, primitiv durch Sonnenbestrahlung (Mandschurei und Indien) oder durch heiße Dämpfe (Indien), oder modern in sogenannten Trockenöfen. Diese Öfen haben zweierlei Aufgaben, einmal die des Abtötens, das andere Mal die des Trocknens. Eine abgetötete Puppe enthält immerhin noch soviel Wasser, daß eine Verwesung eintreten würde. Es gibt Öfen, die mit den Abgasen der Antriebsmaschinen der Haspelei geheizt werden, wie auch solche mit besonderer Heizvorrichtung. Ist bei einer Spinnerei ein Posten frischer Kokons eingelaufen, wird die Masse schnell durch den Ofen geschickt, um abzutöten.

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Copyright information

© Verlagsbuchhandlung Julius Springer. Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Walter Rudolf de Greiff
    • 1
  1. 1.KrefeldDeutschland

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