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Zusammenfassung

In Urzeiten lebte der Mensch als Jäger. Um seine Bedürfnisse an Nahrung und Kleidung erfüllen zu können, tötete er mittels seiner primitiven Waffen ein Tier, benutzte sein Fleisch als Nahrungsmittel und fertigte sich aus den getrockneten, erst noch ungegerbten, später gegerbten Häuten Hüllen an, die ihn gegen Kälte schützten. Der Reichtum an Wild ließ ihn meist an einem Orte bleiben. Auf der Jagd fand er soeben abgesetzte Tiere vor, die er leicht fangen konnte, nachdem die Elterntiere getötet waren. Diese Jungtiere zog er auf, wahrscheinlich erst aus Spielerei, dann aber, nachdem er den Wert einer Aufzucht erkannte, mit Bewußtsein. Das Tier gab ihm Milch und Fleisch, Leder und Fett. Er brauchte nicht mehr die oft recht gefahrvolle Jagd auszuüben. Alles, was er benötigte, wurde ihm durch seine Tiere geliefert. Wie sich das Verhältnis ehemals abspielte können wir nicht mehr verfolgen. Man kann nicht sagen, in diesem oder jenem Lande wurde ein Tier seines Fleisches oder Fettes wegen zum ersten Male gezüchtet. Die alten Steinmalereien sind dafür äußerst lehrreich. Im Anfang begegnet man den Menschen nur in feindlicher Stellung dem Tiere gegenüber, während auf späteren Zeichnungen schon deutlich ein friedliches Verhältnis zu sehen ist.

Copyright information

© Verlagsbuchhandlung Julius Springer. Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Walter Rudolf de Greiff
    • 1
  1. 1.KrefeldDeutschland

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