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Zusammenfassung

Der erkenntnistheoretische Wert der nichtastronomischen Beweise für die Rotation hat sich im Laufe der Zeit stark verschoben. Er bestand,historisch betrachtet, ursprünglich zweifellos darin, daß die heliozentrische Deutung der astronomischen Beobachtungen in sinnfälliger Weise gestützt wurde. Einer solchen Stütze bedarf es längst nicht mehr. Trotzdem haben die mechanischen Versuche nichts an Wert verloren, wenigstens soweit sie quantitativ Ansprüche auf Präzisionsmessungen machen können. Einerseits nämlich zählen sie dann zu den allerbesten Bestätigungen der kinetischen Grundgesetze der Mechanik überhaupt. Anderefkeits zeigen sie — was sich mit der Tatsache der Erddrehung begrifflich keineswegs vollkommen deckt, — daß ein Bezugssystem, gegen welches die uns bekannte Welt der Fixsterne im Mittel ruht, die Eigenschaften eines Inertialsystems praktisch vollkommen besitzt.

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Literature

  1. 1).
    W. Thomson, Nature 30, 524. 1884.Google Scholar
  2. 2).
    Näheres vgl. R. Grammel, Der Kreisel. Braunschweig 1920. § 19.Google Scholar
  3. 3).
    Nach brieflicher Mitteilung von Herrn Dr. Schuler Google Scholar
  4. 1).
    Dies ist sehr klar auseinandergesetzt in der kürzlich erschienenen Schrift von G. Mie, Die Einsteinsche Gravitationstheorie. Leipzig I92I S. 47ffGoogle Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1922

Authors and Affiliations

  • R. Grammel
    • 1
  1. 1.StuttgartDeutschland

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