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Allgemeine technische Grundlagen der Kunstseiden- und Zellwollspinnerei

  • Kurt Götze

Zusammenfassung

Unter „Spinnen“ versteht man im klassischen, technologischen Sinne die Vereinigung vieler natürlicher Fasern zu einem Garn. Der Vorgang, der nach verschiedenen Arbeitsweisen vorgenommen werden kann, beruht auf einem Gleichrichten, Verziehen und Zusammendrehen der Fasern. Demgegenüber ist das Spinnen von Kunstseide und Zellwolle ein gänzlich anders verlaufender Prozeß. Hier handelt es sich darum, die Zellulosefasern oder chemische Umwandlungsprodukte derselben in geeigneten Lösungsmitteln aufzulösen und durch Verdunstenlassen des Lösungsmittels oder durch Ausfällen aus ihrer Lösung die Zellulose bzw. die Umwandlungsprodukte in Fadenform wieder abzuscheiden. Die Herstellung dieser Fasern erfolgt also in gänzlich anderer Weise als bei der einleitend erwähnten klassischen Spinnerei. Während jedoch der Begriff „Spinnen“ bei der Kunstseide eindeutig ist und stets in der richtigen Weise verstanden wird, läßt er bei der Zellwolle Verwechslungen zu. Hier kann Spinnen sowohl die chemische Herstellung der Fasern als auch die Garnbildung aus ihnen in der mechanischen Spinnerei bedeuten.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1940

Authors and Affiliations

  • Kurt Götze
    • 1
  1. 1.KrefeldDeutschland

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