Vom Kommen und Gehen der Seuchen

  • Adolf Gottstein
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 5)

Zusammenfassung

Die Schwankungen im Auftreten der Seuchen haben zu allen Zeiten besonderes Interesse erregt. Das ist ja auch sehr verständlich. Mit dem Ausbruch einer Epidemie sind stets so viele Schrecken verbunden, daß sie noch lange nachwirken, wenn die gepeinigte Bevölkerung nach ihrem Erlöschen aufzuatmen begonnen hat. Aber durch die Jahrhunderte der ständigen Seuchengefahr in einer Höhe, die uns heute ganz unbekannt geworden ist, war die Ablösung der einen Seuchenform durch dieselbe oder eine andere nach nicht zu langen Fristen die Regel. Deshalb hat die Geschichte der Heilkunde ein außerordentlich großes Tatsachenmaterial gerade über das Kommen und Gehen der Seuchen zusammengetragen und hierbei sehr merkwürdige Beobachtungen angehäuft. Immer wieder wird erwähnt, daß eine bestimmte Seuche wie die Pest, die Thukydides so lebhaft schilderte und die im Peloponnesischen Krieg um 431 vor Christi Geburt das Schicksal des Krieges entschied, zweimal verschwand und dann ein drittes Mal binnen 2 Jahren ausbrach. Von Pocken und Beulenpest wird immer wieder die gleiche Erscheinung ihres Erlöschens und Wiederkehrens nach kurzer Frist berichtet.

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© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Adolf Gottstein
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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