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Ein altväterisches Kapitel von allerlei Geistern

  • Jeremias Gotthelf

Zusammenfassung

Leer stund nun das Haus, harrte eines neuen Einzügers, unter der Thüre weilte der Hansgeist, sah, wer kommen wollte. Man betrachtet so ein Haus als ein todt Wesen, ohne Einfluß auf die Welt außer ihm, ohne Einfluß auf seine Bewohner. Wer es beziehen will, betrachtet bas Dach vielleicht, Keller und Grümpelgemächer, wie die Thüren schließen und wie es gelegen, ob gegen die Sonne oder an einer Straße. Höchftens wenn etwa eine Großmutter in einer Familie lebt, frägt diese halblaut, daß es die Jüngern nicht hören sollen: ober ift’s öppe ung’hürig? Ung’hürig sollen, wie man unter der Hand sich sagt, gar viele Häuser im Lande fein, unruhige Geister sollen wohnen da, unwirscher die einen, harmloser die andern. Und wenn man sagt im Lande, so meint man damit nicht etwa das Land, im Gegenfaß zu den Städten. Wer in Städten es dahin gebracht hat, mit Glättere ober Schneiderinnen oder Töchter aus dem Mittelalter ein vertraut Wortlein zu reden, der erstaunt über die Zahl der ung’hürigen Häuser in den Städten und der Menge der Geifierarten, die auf die verschiedenste Weife sich künden sollen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1855

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  • Jeremias Gotthelf

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