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Wie die Nachzügler sich glücklich machen und Eisi den Schweiß austreiben

  • Jeremias Gotthelf

Zusammenfassung

Die Hauptsache war versteigert, und wie es Eisi war beim Zusehen, als ein Stück nach dem andern dahingetragen wurde und verschwand, kann man sich wohl vorstellen. Doch die Bürzlete der Speisewirthin, an welcher Eisi wirklich nicht unschnldig war, hatte es erfrischt, es brachte eine gnte Nacht zu. Als es hell erwachte, dachte es nicht, baß der dritte Tag der peinlichste werben sollte. Das Werthvollste war fort und mit diesem verschwanden auch die glänzenden Erfeigerer und Ersteigerinnen; aber wenn die Geier weiter fliegen, so stellen sich die Würmer ein. In bitterem Zorne hatte es die gesehen, welchen es früher gleich stand, ober über die Meisten sich erhaben glaubte, welche ihns jeút nicht mehr kannten, oder höchstens im Vorbeigehen mit einem verächtlichen Gruße es beehrten. Heute waren diese alle nicht mehr da, sie waren verschwunden wie die Störche verschwinden, alle den gleichen Abend und Eisi athmete frei auf, es meinte, jeút fei die Sache herbei. Aber Eisi kannte die Sache nicht, Erfahrung alleine bringt hier Wiffenfchaft. Schon die Tage vorher hatte man Weiber herumstehen sehen in dünnen Kleibern, die Hände unter den Scheuben, mit gierigen Augen, aber sie stunden meist im äußern Ringe, nur hier und da schlichen sie sich näher, beguckten, betafteten einzelne Stücke mit verwunderten Mienen, aber bieten hörte man sie nicht, was versteigert wurde ging über ihre Finanzen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1855

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  • Jeremias Gotthelf

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