Erkennen und Verständigen

  • Wilhelm Goetsch
Part of the Verständliche Wissenschaft book series (VW, volume 33)

Zusammenfassung

Wenn sich bei uns Menschen eine feste Gemeinschaft mit einheitlichem Handeln ergeben soll, dann sind stets besondere Einrichtungen nötig; man muß einander als Glieder dieser Gemeinsamkeit erkennen und man muß sich miteinander irgendwie verständigen können. Zum Erkennen dienen beispielsweise Abzeichen von der Vereinsnadel bis zur Uniform, oder Losungsworte vom Feldgeschrei bis zur Parole; zur Verständigung werden benützt irgendwelche Winkzeichen bis zur Druckschrift, oder Alarmsignale vom Schreckensruf bis zum SOS der drahtlosen Telegraphie. Es handelt sich demnach bei menschlichen Einrichtungen, deren Aufzählung man beliebig fortsetzen könnte, fast immer um Zeichen, die auf unser Auge oder Ohr wirken; andere treten fast ganz zurück. Bei den Ameisen müssen die Verständigungsmittel dagegen schon deshalb meist anderer Art sein, weil manche Arten überhaupt keine Augen haben und Ohren zu fehlen scheinen. Es ist jedenfalls mehr als zweifelhaft, ob zirpende oder klopfende Geräusche, welche sich manchmal beobachten lassen, als Tonschwingungen oder nur als Erschütterungsreize empfunden werden.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1937

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Goetsch
    • 1
    • 2
  1. 1.Universität BreslauPolen
  2. 2.Zoolog. Instituts und MuseumsPolen

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