Einleitung

  • Christiaan van Gelderen

Zusammenfassung

Seit vielen Jahren hat der innere Kliniker von Bergmann eine Arbeitsrichtung und Anschauung vertreten, die er im letzten Jahrzehnt in seiner Monographie „Funktionelle Pathologie“ als klinische Sammlung herausgegeben hat. Es gibt in der Medizin neben der althergebrachten pathologischen Anatomie eine Pathologie der Funktion, eine funktionelle Pathologie, die zwar oft neben morphologischer Pathologie einhergeht oder deren Folge ist, jedoch nicht immer. Die Medizin kennt auch Störungen der Funktion, denen anatomische Veränderungen zunächst nicht zugrundeliegen. Später können solche sich ereignen, sozusagen als morphologische Epikrise. Dabei ist keineswegs gemeint erst bei der Sektion. Doch auch die etwaige Operationspathologie, auch diese Pathologie des Lebendigen, ist immer nur anatomische Pathologie. Unter den pathologischen Anatomen war damals Rössle wohl der einzige, von dem der Übergang der Funktionsstörung in eine morphologisch erfaßbare Pathologie nicht grundsätzlich abgewiesen wurde. Doch auch heute dürften manche seiner Fachgenossen sich mit diesem Gedanken noch nicht haben befreunden können. Bei der Betrachtungsweise von Bergmanns rückt somit die Betriebsstörung sehr in den Vordergrund, wenn es auch bei der funktionellen Pathologie gewisse, manchmal fast nebensächlíche oder unerwartet entfernte morphologische Grundlagen geben kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1943

Authors and Affiliations

  • Christiaan van Gelderen
    • 1
  1. 1.Vorstand der I. Chirurgischen KlinikStädtischen Krankenhauses „Binnen Gasthuis“AmsterdamNetherland

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