Der Tumor cerebri

  • Richard Geigel

Zusammenfassung

Das Gehirn gehört zu den Organen, in denen Neubildungen sich häufig entwickeln. Das ist eine Erfahrungstatsache, die wir einfach aus der Statistik hinnehmen müssen, ohne uns, vorläufig wenigstens, über die Ursache irgendeine Eechenschaft geben zu können. Die mannigfachsten Formen der Geschwülste kommen hier vor. Ein Teil derselben nimmt seinen Ausgang von ganz bestimmten Teilen des Schädels und seines Inhalts, von dem Knochengerüst, wie die Sarkome, vom Ependym, wie die Endotheliome oder die echten Karzinome, die Psammome und die Cholesteatome, das Gliom als eigentlichste und richtige Gehirngeschwulst von der Stützsubstanz der Geshirnmasse. Andere Geschwulstformen, wie der crude Tuberkel, das Gumma, verdanken einem eingeschleppten Keim ihre Entstehung an Ort und Stelle, andere sind Metastasen eines primären Geschwulstherdes irgend wo anders, oder sie haben, im Knochengerüst oder den Weichteilen des Kopfs sitzend, bei ihrem Wachstum schließlich auch Gelegenheit gefunden, nach Durchbruch durch die Gehirnhäute auch noch das Gehirn selbst zu ergreifen. Nicht zu vergessen wäre, daß auch die Parasiten, die im Gehirn auftreten, der Echinokokkus und der Zystizerkus und sogar die Erweiterung einer Arterie, ein Aneurysma, klinisch nichts anderes darstellen als einen Tumor, d. h. einen Fremdkörper, der in der Schädelhöhle Fuß gefaßt hat und Platz beansprucht, den er den anderen Teilen des Inhalts wegnimmt.

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Copyright information

© J. F. Bergmann 1925

Authors and Affiliations

  • Richard Geigel
    • 1
  1. 1.WürzburgDeutschland

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