Zwischenprodukte der Teerfarbenindustrie

  • P. Friedlaender

Zusammenfassung

Sieht man von der so überaus wichtigen Verarbeitung von Calciumcarbid auf y Kalkstickstoff ab, durch welche auch das Dicyandiamid zu einem technisch zugänglichen Körper geworden ist, so haben die eifrig fortgesetzten Versuche, Acetylen und Calciumcarbid chemisch zu verwerten, vorläufig noch keine sehr brauchbaren Resultate geliefert. Die Addition von Chlor zu Acetylen bei Gegenwart von Antimonchlorid konnte zu einem technischen Verfahren ausgearbeitet werden (D. R. P. 154657, B. VII S. 769), und das Konsortium für elektrochemische Industrie bringt das Acetylentetrachlorid C2H2C14 (ferner Acetylenpenta- und -hexachlorid und neuerdings das wegen seiner Unempfindlich- keit gegen Wasser und seines niedrigen Siedepunktes sehr brauchbare Acetylendichlorid) schon seit einiger Zeit als Ersatzmittel für CC14 und CHC13 für Lösungszwecke zu einem sehr billigen Preise in den Handel. Neuere Vorschläge zur Gewinnung von C2H2C14 und C2C16 (bei Gegenwart von Chlorschwefel und Eisen) sind in D. R. P. 174068 und Pat.anm. T. 10642 beschrieben. Durch Einwirkung wässeriger Alkalien konnte aus C2 H2 Cl4 in glatter Reaktion Trichloräthylen (CC12 = CHC1) erhalten werden (D. R. P. 171900), für welches aber eine weitergehende chemische Verwendung gleichfalls noch aussteht. (Durch Einwirkung von Anilin läßt sich nach Pat.anm. C. 13578 daraus die Verbindung C6 H4. N H. C H = C (N H C6 H5)2 gewinnen).

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1908

Authors and Affiliations

  • P. Friedlaender
    • 1
  1. 1.chemischen Abteilungk. k. technologischen GewerbemuseumsWienAustria

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